Ein Haus der Seniorenhilfe SMMP

Persönlich. Ehrlich. Gut.

Sektempfang und Aperol-Spritz ….

…. gab es zum Auftakt unseres diesjährigen Angehörigentreffens. Anlass war das fünfjährige Bestehen unserer Senioren-WG in diesem Jahr.


Monika Büker hat zu Beginn die Geschichte von einem kleinen Jungen und einem Welpen vorgelesen, die alle Anwesenden sehr rührte.

„Den kleinen Hund möchte ich kaufen“
Bei einem Bauernhof hatte der Landwirt ein Schild an das Tor genagelt. Darauf war zu lesen „Hundebabys zu verkaufen”. Dieser Satz lockte viele Kinder an.
Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: „Für wieviel verkaufen Sie die Welpen?” Der Besitzer meinte: „Zwischen 30 und 50 Euro.” Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus. „Ich habe 2,37 Euro, kann ich sie mir anschauen?”
Der Bauer grinste und pfiff. Aus der Hütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte über den Hof, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, ersichtlich weit hinter den anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte: „Was fehlt diesem kleinem Hund?“ Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und dass er für den Rest seines Lebens humpeln würde.
Der kleine Junge, richtig aufgeregt, strahlte: „Den kleinen Hund möchte ich kaufen!” Der Mann antwortete: „Den kleinen Hund möchtest Du kaufen? Wenn du ihn wirklich haben willst, dann schenke ich ihn dir.” Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: „Ich möchte ihn nicht geschenkt bekommen, er ist genauso viel wert wie die anderen Hunde und ich will Ihnen den vollen Preis bezahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Euro und 50 Cents jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe.“ Der Mann antwortete: „Du musst ihn wirklich nicht bezahlen mein Sohn. Er wird niemals hüpfen, rennen und spielen können wie die anderen Hunde.”
Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hoch, und zum Vorschein kam ein schlimmes verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann auf und sagte: „Na ja, ich kann auch nicht so gut rennen, und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat.“
Der Mann biss sich auf die Unterlippe, Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: „Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jeder einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird.”

Bei dieser Geschichte bekommt man eine Gänsehaut!

Auch unsere WGler sind immer wieder tolerant. Es sind die vielen Kleinigkeiten, die man nur mitbekommt, wenn man hier arbeitet. Man sieht z.B., dass eine Bewohnerin der anderen hilft, den Joghurtbecher zu öffnen oder den Stuhl so zu schieben, dass die Tischnachbarin sich besser setzen kann, ein Getränk einzugießen – das geschieht alles ohne Worte, einfach so, weil man weiß, die Mitbewohnerin schafft es nicht alleine. Es gibt unzählige solcher Beispiele.

Der kleine Junge zeigt uns, dass es im Leben nicht darauf ankommt, was man hat und was man kann, sondern dass man angenommen und geliebt wird, so wie man ist – auch mit Beeinträchtigungen.

Nach dieser sentimentalen Geschichte ging es dann aber fröhlich weiter. Es wurde viel erzählt über die vergangenen fünf Jahre – einige Mieter und Angehörige waren von Anfang an dabei. Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls gesorgt. Neben einer Pizzasuppe und Partybrötchen gab es noch Chicken Nuggets und Salate sowie verschiedene Brotaufstriche. Martina Heppe hat uns wieder musikalisch begleitet. Es wurden viele Volkslieder gesungen und geschunkelt.